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Bozner ziehen nach: Weltkulturerbe für das Bozner Deutsch

Südtirol/Bozen – Nach dem Bekanntwerden des Tiroler Antrages auf ein Weltkulturerbe für das „Tiroler K“ (der Gipfelbote berichtete) ziehen die Bozner nun nach. Auch in der südtiroler Hauptstadt will man das Gesuch nicht unversucht lassen und beantragt den Status des Weltkulturerbes auf das berühmte „Bozner Deutsch„.

Ab hier betritt man das Territorium der Bozner
Ab hier betritt man das Territorium der Bozner

Einigkeit im Rathaus

Es bedurfte keiner heißen Diskussionen im Rathaus von Bozen, nach kürzester Zeit war man sich bereits einig, dass der Antrag gestellt werden sollte. Das Phänomen des „Bozner Deutsch“ ist bei genauerer Betrachtung zwar nicht gefährdet, da Jahr für Jahr junge „Möchtegerne“ aus der Umgebung von Bozen in der High-society von Bozen aufgenommen werden möchten und außerdem alle 5 Jahre die Wahlen neue Nicht-Bozner Politiker in die Stadt bringt, die sich anpassen müssen, erklärt Kulturlandesrätin Philipp Achammer gegenüber dem „Gipfelboten“. Allerdings würde diese Verleihung dem Ansehen dieses speziellen Dialektes in der gesamtsüdtiroler Bevölkerung mit Sicherheit zu Gute kommen.

Meinung der Bevölkerung

„Der Gipfelbote“ hat sich zu diesem Anlass auch in der Bozner Bevölkerung umgehört:

 

Laurenz, 35: „Also i find schon, dass unser Dialekt gewürdigt gehört. I wollt darauf schon des öfteren aufmerksam mochn, aber leider hot sich da bei mir zeitlich noch nichts ergebeben, weil i zuerst mein Jus-Studium in Trento obschließn gemiest hob.“

 

Gianluigi, vermutl. 40: „Ma che cazzo sta‘ a di‘?? Bozner Daitsch che cazzo, lasciami fare il mio pisolino in pace. Va via di qui! Vattene ho detto!“

 

Philomena, 78: „Ja weisch, i glaub, dass da net viel dahinter isch. Molto parlare, poco fare quasi tät i sogn.“

 

Lan Chiu, 31: „Ich finde sehr gut. Ja sehr gut. Danke. Brauchen sonst etwas? Bitte?“

 

Justus, 26: „Jo genau! So muases sein! I sag dazu nur: Wir sind eure Hauptstadt ihr Bauern!!

 

Foto: wikicommons

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