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„Friaul und Julisch Venetien auch!“: Strache greift weiter aus

Wien – Nach seinem gestrigen Aufruf die „Wunden Tirols zu heilen“ und der Forderung eines Referendums für Südtirol wurde FPÖ-Chef H.C. Strache scharf kritisiert. In einer morgendlichen Pressekonferenz revidierte der österreichische Freiheitliche daher seine Aussage und meinte, nicht nur Südtirol, sondern auch das Friaul und Julisch Venetien sollen zurück zu Österreich.

Parteiobmann H.C. Strache noch völlig nüchtern bei der Pressekonferenz heute morgen
Parteiobmann H.C. Strache noch völlig nüchtern bei der Pressekonferenz heute morgen

Seine Forderung des Referendums und die Kritik an Italiens Flüchtlingspolitik haben bereits hohe Wogen geschlagen. Heinz Christian Strache betonte gestern explizit, er werde dazu heute morgen ein weiteres Mal Stellung nehmen. Bei Pressekonferenz heute morgen verblüffte er sogar ein weiteres Mal die Journalisten. Neben Südtirol verlangt der Wiener Freiheitliche nun auch Friaul-Julisch Venetien. Dieses habe schließlich vor nicht einmal 200 Jahren noch zu Österreich bzw. damals Österreich-Ungarn gehört und sich von der Trennung noch immer nicht wirklich erholt.

„Friaul-Julisch Venetien kann kaum österreichischer sein! Auch dort gilt der Euro als Währung und es wird genauso wie in Österreich auf der rechten Seite gefahren. Wie viele Tatsachen brauchen wir noch, bis uns einleuchtet, dass dieser heutige Teil Italiens eigentlich zu Österreich gehört?“, wettert Strache frühmorgens vor einem Billa in Wien, wo die Pressekonferenz stattfindet. Leider verstehen viele der Zuhörer die Rede nicht, da ein Großteil der Menge aus japanischen und chinesischen Touristen besteht. Trotzdem applaudiert die Zuhörerschaft begeistert.

Wenig später nach der Veranstaltung, nachdem Heinz Christian endlich zu seinem ersten wohlverdienten Weißbier gekommen ist, erklärt er gegenüber dem „Gipfelboten“: „Ich kenne die genauen Statistiken zwar nicht, aber ich bin mir sicher, dass in Friaul-Julisch Venetien noch immer 80, wenn nicht gar 90% der Bevölkerung Deutsch sprechen und unsere Brauchtümer pflegen.“ Und in nicht all zu ferner Zukunft meint der Parteichef, werde man dann auch noch dem Veneto bei seinen Unabhängigkeitsbestrebungen unter die Arme greifen, schließlich sei auch diese mittlerweile italienische Region nur wenig früher als Friaul-Julisch Venetien vom wahren österreichischen Mutterland getrennt worden.

Foto: Christian Jansky CC BY-SA 3.0

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