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Nach Rentieren: Nun müssen auch tausende Bären erlegt werden

Bozen/Trient – Schäumende Kühe (siehe mucca pazza) und verseuchte Schweine. Vor etwas mehr als einem Jahrzehnt gehörten diese Tiere noch zum alltäglichen Stallbestand. Bis sie schließlich von der EU als BSE bzw. Maul- und Klauenseuchen infiziert eingestuft wurden und nicht mehr als unser täglich Schnitzel auf unsere Teller durften. Inzwischen hat sich die Fleisch- und Wurstindustrie von dieser Stagnation erholt, vor allem dank des gesunden Pferdefleisches aus Polen und den Hundegeschmacksaromen aus dem Vietnam. Doch es scheint, dass wir bald auf herzhaftes Rentierfleisch verzichten müssen, denn Norwegen meldet eine neue Krankheit, an welcher diese Tiere leiden.

Die im September mit Narkosemitteln erschossene Bärin Daniza
Die im September mit Narkosemitteln erschossene Bärin Daniza könnte auch unter Corpus crustus encephalitis gelitten haben.

Die Gehirne von sage und schreibe fünf Rentieren wurden von einer unheilbaren Krankheit angegriffen und daher diese und einige weitere zum Abschuss freigegeben. Wegen einiger Vorfälle in der Vergangenheit in unserer Region hat das Amt für Land- und Forstwirtschaft entschlossen es den Norwegern gleichzutun: auch die Bärenpopulation soll dezimiert werden, da vor drei Jahren ein Bär Unfug trieb und höchst wahrscheinlich eine Corpus crustus encephalitis, auf Tirolerisch „an Spinno“ oder „an Huscher“, hatte.

Damit sich diese Krankheit nicht so schnell verbreitet, wie das aktuelle Album von „Andreas Gabalier“ wurden weitere Bären zum Abschuss freigegeben. Insgesamt dürfen bis zu 2.000 Braunbären in der gesamten Region Trentino-Südtirol erlegt werden. Sollte sich danach der Bestand nicht eingependelt haben, will das Amt für Forstwirtschaft einige weitere tausend Exemplare auf die Abschussliste setzen.

Foto: NPS Photo

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