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„Luis aus Südtirol“ auf der Berlinade

Bozen/Berlin –  Wer hätte sich das erwartet? Der „Luis aus Südtirol“ wurde dieses Jahr auf die Berlinade eingeladen. Er wurde für den Goldenen Bären der Kategorie „Comedy“ nominiert. Aber es hagelt auch Proteste.

Luis aus Südtirol in Stimmung
Manfred Zöschg alias „Luis aus Südtirol“ in Vorfreudestimmung

Die Nominierung für diesen Preis überraschte selbst Manfred Zöschg, welcher „Luis aus Südtirol“ spielt, schließlich habe er sich in Deutschland noch keine große Fangemeinde aufgebaut. Doch seine Videos im Internet und die fast immer ausverkauften Vorstellungen ließen die Juroren auf den „Luis aus Südtirol“ aufmerksam werden. Besonders die spartanische Kulisse, das Innenleben eines Kleinwagens, welche M. Zöschg zu Anfang seiner Karriere wählte, überzeugte sie von seinem Talent. Die bald später folgenden Auftritte auf Bühnen und im Fernsehen attestierten außerdem seinen Erfolg als Komödianten.

Zöschg alias „Luis von Südtirol“ wird sich also vom 11. bis 30. Februar in Berlin bei der 66. Ausgabe der Veranstaltung unter seines gleichen aufhalten. Anreisen möchte er eventuell mit seinem Auto. Sollte der Flughafen in Bozen bis dahin schon angeflogen werden, wird Zöschg auch einen Flug in Erwägung ziehen. Begleitet wird er von einer Delegation von Südtiroler Politikern und dem Obmann des Tourismusverbandes Südtirol, welcher sich mit der Nominierung einen Werbeeffekt für Südtirol erhofft.

Der freudigen Nachricht zum Trotz gibt es aber bereits Protestrufe einiger Kollegen, zu diesen gehören unter anderem die Chemnitzer Band Kraftklub und Till Schweiger (der sich dieses mal laut eigenen Angaben aus „gutem Grund“ aufregt). Diese wollen das Beiwohnen vom „Luis aus Südtirol“ der Berlinade boykottieren, da er aus der selben Provinz wie Frei.Wild kommt. Diese letztgenannten wurden 2011 bei der Verleihung des Echos ausgeladen, da ihre Liedtexte nicht der aktuellen deutschen Rechtschreibung entsprachen.

 

Foto: Joergens.mi/Wikipedia CC-BY-SA-3.0

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